Welttag der sozialen Gerechtigkeit: Reichtum richtig besteuern!

Katina Schubert

Anlässlich des heutigen Welttags der sozialen Gerechtigkeit fordert Katina Schubert, Bundesgeschäftsführerin der Partei Die Linke, entschlossene Maßnahmen, um die wachsende soziale Ungleichheit in Deutschland, Europa und der Welt zu bekämpfen.

"Der heutige Welttag der sozialen Gerechtigkeit ist ein Aufruf zum Handeln. Wir brauchen nicht nur Lippenbekenntnisse, sondern endlich konkrete Maßnahmen, um diese Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Wir dürfen nicht warten, sondern müssen zusammen dafür kämpfen, dass diese Welt und auch dieses Land gerechter wird. Denn auch im reichen Deutschland gibt es millionenfache Armut, während eine kleine Schar Superreicher immer größere Vermögen anhäuft. Die von den Konzernen angeheizte Inflation frisst die Reallöhne auf, doch die fünf reichsten Deutschen konnten ihre Milliarden-Vermögen in den letzten Jahren verdoppeln. Diese zunehmende soziale Spaltung treibt das Land auseinander, nährt den Frust und gefährdet die Demokratie. Wer die Demokratie erhalten will, der muss umverteilen. Sonst stellen bald nur noch die Superreichen die Weichen und der Rest wird ins Abseits geschoben. Wo große Vermögen wachsen, ohne entsprechend besteuert zu werden, da verkümmert das Gemeinwesen und der Staat kann seinen Aufgaben nicht mehr nachkommen. Dann gibt es weder funktionierende Schulen, noch ein Gesundheitswesen für alle und keine guten Straßen und Schienenwege, die uns überall hinbringen. Wer Millionäre und Milliardäre nicht besteuern will, der darf sich nicht beschweren, wenn hier nichts mehr funktioniert. Deshalb muss in Deutschland endlich die Vermögenssteuer wieder eingeführt werden. Wir brauchen zudem eine Vermögensabgabe auf besonders große Vermögen und eine Übergewinnsteuer, um uns das Geld von den Konzernen zurückzuholen, das sie uns täglich abknöpfen."