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1. Mai: In der Corona-Krise niemanden zurücklassen

Zum Tag der Arbeit erklärt Katina Schubert, Landesvorsitzende von DIE LINKE. Berlin

Die Corona-Krise trifft die Menschen am härtesten, die sowieso schon wenig haben. Gerade in Berlin als Hauptstadt der Kinderarmut und der prekären Arbeit bekommen wir die Folgen der Krise besonders stark zu spüren. Wir erleben jetzt, wie wichtig sichere und gut bezahlte Jobs sind. Pflege, Einzelhandel, Gesundheitswesen, Logistik und all die anderen systemrelevanten Bereiche sind häufig auch die am schlechtesten bezahlten, das muss sich endlich ändern. Alle diese Sparten stehen in der Corona-Krise unter besonderer Belastung, sie halten unsere Gesellschaft am Laufen. Laut und oft »Danke« sagen ist schön, aber reicht nicht aus. Von Applaus, warmen Worten und Einzelprämien kann niemand leben. Die ungeheure Leistung der Beschäftigten verdient nicht nur Respekt. Die gesellschaftliche Wertschätzung muss in eine tarifliche Höherstufung des Dienstes am Menschen münden. Wo das Land als Arbeitgeber fungiert, werden wir darauf hinwirken. Damit Zuschläge und eine Höhergruppierung in den Tarifen auch für alle Beschäftigten gilt, müssen Tarifverträge leichter und schneller allgemeinverbindlich erklärt werden können und damit auch Geltung für nicht tarifgebundene Unternehmen bekommen.

Solidarität bedeutet für mich, jetzt niemanden zurückzulassen, nicht die prekär Beschäftigten, die Soloselbstständigen, die Erwerbslosen, die Wohnungslosen, die Alleinerziehenden, die Älteren, die Menschen mit Einschränkungen, die Geflüchteten hier und in den menschenverachtenden Lagern zum Beispiel in Griechenland und Libyen. Gesellschaftliche Solidarität ist umfassend und international.

Der 1. Mai wird in diesem Jahr ohne große Demonstrationen und Kundgebungen der Gewerkschaften stattfinden. Der Tag bleibt trotz Corona ein wichtiger Tag, um auf die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter aufmerksam zu machen und für ihr Anliegen zu kämpfen. Daher rufen wir alle auf, sich an der Aktion »Was bedeutet Solidarität für dich?« im Internet zu beteiligen. Mehr Informationen dazu auf  dgb.de


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